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Lexikon

 

A

Air Flow

Air Flow ist ein Pulverstrahlsystem, mit dem Verfärbungen auf Zahnflächen entfernt werden. Einem unter Druck stehenden Luft-Wasser-Gemisch wird ein Salz in Pulverform beigemischt. Es greift den Zahnschmelz nicht an – entfernt die Verfärbungen aber restlos.

Amalgam/Amalgamsanierung

Amalgam ist eine Mischung aus Quecksilber, Silber, Zinn und Kupfer, die in der Vergangenheit gerne für Füllungen verwendet wurde. Neue Erkenntnisse über mögliche Gesundheitsgefährdungen werden kontrovers diskutiert. Unbestritten ist jedoch der unzureichende ästhetische Aspekt. Eine Amalgamsanierung ist zwangsläufig bei einer Quecksilberunverträglichkeit indiziert. Dabei werden alte Amalgamfüllungen vorsichtig entfernt und ersetzt.


B

Bleaching

Unter Bleaching (engl.: to bleach – bleichen) versteht man eine Methode, um Zähne aufzuhellen. Dabei kommen Wasserstoffperoxid-Präparate zu Einsatz, die in den Zahn eindringen und dort Farbstoffe chemisch verändern.

Das Bleaching kann durch verschiedene Methoden vorgenommen werden.

Das Wasserstoffperoxidgel wird vom Zahnarzt direkt auf die Zähne aufgetragen oder der Patient trägt eine Schiene, in die er das Gel eingebracht hat. Bei verfärbten toten Zähnen wird das Gel direkt in den Zahn appliziert.

Brücke

Eine Brücke "überbrückt" eine Zahnlücke. Hierfür müssen die direkten Nachbarzähne beschliffen und überkront werden. Sie dienen dann als Brückenpfeiler. Der Ersatz "schwebt" als Brückenzwischenglied zwischen den Pfeilern.

Die Brücke gehört zum festsitzenden Zahnersatz – Gold und Keramik sind auch hier die Materialien der Wahl.


C

Composite

Composite sind stabile, belastbare Kunststoffe, die besonders bei kleinen und mittelgroßen Defekten zum Einsatz kommen. Sie werden direkt im Munde des Patienten in mehreren Schichten aufgetragen und mit einer speziellen Lampe ausgehärtet. Somit wird eine chemisch-physikalische Verbindung mit dem Zahnschmelz erzielt.

Composite ermöglichen neben einer individuellen Farbgestaltung eine naturgetreue Modellierung Ihres Zahnes.


F

Fissurenversiegelung

Ein einfaches Mittel zum Schutz gegen Karies.

Seitenzähne weisen Spalten und Furchen auf - die so genannten Fissuren. Oftmals sind diese schwer von der Zahnbürste zu erreichen, so dass sich dort schnell Karies bildet. Um dies zu verhindern, wird die Fissur nach einer gründlichen Reinigung mit einem dünnfließenden Kunststoff aufgefüllt. Die Versiegelung ist nicht von Dauer und muss bei jeder Routineuntersuchung überprüft werden.

Fluoridierung

Fluoride "kräftigen den Zahnschmelz".

Beginnende Kariesschäden (= Demineralisation) werden durch Remineralisation repariert.

Fluoride lagern sich in den Zahnschmelz ein und machen ihn somit gegenüber Säureangriffen widerstandsfähiger.

Sie hemmen die Vermehrung der Belagsbakterien. Fluoride können über Speisesalz, Zahnpasta, Tabletten, Spüllösungen, Gele und Lacke aufgenommen werden.


G

Gesichtsbogen

Das Kiefergelenk ist durch seine dreidimensionale räumliche Bewegung ein sehr kompliziertes Bewegungssystem. Der Zahntechniker benötigt daher einen möglichst genauen Bewegungssimulator (Artikulator), da der Patient ihm unmöglich die ganze Zeit auf dem Schoß sitzen kann.

Dem Techniker müssen Daten über die Relationen der Zähne zum Kiefergelenk (dem Dreh- und Angelpunkt für Bewegungen des Unterkiefers) übertragen werden. Für diese Übertragung benötigt man einen Gesichtsbogen.

Durch ihn wird die Entfernung des Oberkiefers, und damit der Oberkieferzähne, zum Kiefergelenk bestimmt. Der Unterkiefer wird mittels einer Bissnahme aus Wachs dem Oberkiefer zugeordnet.

Verzichten Sie auf diese Maßnahme, überlassen Sie funktionellen Zahnersatz dem Zufall.


I

Implantat

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel und dient als Träger verschiedenster prothetischer Versorgungsformen. In den meisten Fällen besteht es aus Titan und ist langzeitstabil und biokompatibel.

Inlay

Ein Inlay ist eine im zahntechnischen Labor angefertigte Zahnfüllung. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Defekt für eine normale Füllungstherapie zu groß und für eine Teilkrone oder Krone zu klein ist. In den meisten Fällen werden Inlays aus Gold oder Keramik hergestellt. Letztere genügen den höchsten ästhetischen Ansprüchen.

K

Kontrolluntersuchung

Eine Kontrolluntersuchung besteht aus einer peniblen Inspektion der Mundhöhle. Dabei werden die Zähne auf Kariesentstehung hin untersucht, Vitalitätsprüfungen einzelner Zähne vorgenommen und gegebenenfalls Röntgenbilder veranlasst. Es wird festgelegt, ob ein weiterer Behandlungsbedarf besteht.

Solch eine Kontrolluntersuchung kann einmal im Kalenderhalbjahr in Anspruch genommen werden. Die Termine müssen mindestens vier Monate Abstand voneinander haben.

Einmal im Jahr kann zusätzlich Zahnstein entfernt werden. Lassen Sie sich Ihre Kontrolluntersuchung nicht entgehen – tragen Sie sich in unser Recallsystem ein!

Krone

Ist ein Zahn schon soweit zerstört, dass die Versorgung mit Füllungen und Inlays nicht mehr ausreicht, ist eine Kronentherapie indiziert.

Die Krone gehört zum festsitzenden Zahnersatz und umschließt den Zahn völlig. Auch hier kommen die Materialien Gold und Keramik zum Einsatz.


P

Parodontitis/Parodontalbehandlung

Was sind Parodontopathien?

Darunter versteht man Erkrankungen des Zahnstützgewebes, d. h. des Zahnfleisches, des Kieferknochens und der Fasern, die den Zahn mit dem Knochen verbinden und ihm seine Festigkeit verleihen.

Neben der Karies der Zähne sind Parodontopathien die am meisten verbreiteten chronischen Erkrankungen des Menschen.

Merkmale der Erkrankung

  • Das Zahnfleischbluten ist Zeichen einer Entzündung des Zahnfleischrandes. Beim Fortschreiten der Entzündung schwillt das Zahnfleisch an und löst sich vom Zahn ab. Die Entzündung überträgt sich auf den Kieferknochen. Der Knochen baut sich ab. Es entsteht die sogenannte "Zahnfleischtasche".
  • Die Zähne erscheinen länger, weil sich Zahnfleisch und Kieferknochen zurückziehen.
  • Am Schluss des Krankheitsverlaufes steht die Lockerung der Zähne.

Ursachen

Nicht ausreichende oder nicht zweckmäßige Mundhygiene bedingen Ablagerungen von weichen und harten Belägen auf den Zähnen, die zahllose Bakterien enthalten. Dadurch wird die Entzündung am Zahnfleischrand hervorgerufen.

Auch überstehende Füllungs- und Kronenränder bilden eine Nische für Bakterien und reizen das Zahnfleisch.

Weiterhin trägt eine falsche Belastung der Zähne zum Abbau des Zahnstützgewebes bei.

Behandlungsablauf

  • Vor Beginn der eigentlichen Behandlung müssen alle Beläge, der Zahnstein sowie überstehende alte Füllungen und Kronen mit überstehenden Rändern entfernt werden. Der Patient muss über individuelle Möglichkeiten seiner häuslichen Mundhygiene aufgeklärt werden. Gegebenenfalls werden spezielle Hilfsmittel erläutert. Dies geschieht im Rahmen von Prophylaxesitzungen. Der Zusammenbiss der Zähne wird durch Korrektur der Kauflächen in der Art gestaltet, dass Fehlbelastungen ausgeschaltet werden können.
  • Erst nachdem der Patient überhaupt die Möglichkeit hat, zu Hause gute Mundhygieneergebnisse zu erzielen, wird die Parodontalbehandlung bei der Krankenkasse beantragt. Nach der Genehmigung wird das erkrankte Gewebe (Zahnfleischtaschen) unter Betäubung vom Zahnarzt behandelt. Es folgen in der Regel 2-3 Kontrollsitzungen.

Ziel

Durch die Behandlung des entzündeten Gewebes kommt es zu einer Festigung des Zahnstützgewebes, so dass eine vorhandene Lockerung der Zähne sich wieder zurückbilden kann. Allerdings muss in vielen Fällen ein gewisser Verlust des Zahnstützgewebes in Kauf genommen werden. Dadurch erscheinen die Zähne etwas länger. Andererseits bleiben sie dadurch auch wesentlich länger erhalten.

Die Parodontalbehandlung kann bereits entstandene Schäden des Kieferknochens (Knochenabbau) nicht rückgängig machen, aber ein Voranschreiten der Erkrankung stoppen.

Eigenverantwortung des Patienten

Die Entzündung des Zahnfleisches kann zu jeder Zeit wieder auftreten, wenn die Anweisungen der Zahnarztpraxis zur Zahn- und Mundpflege nicht gewissenhaft befolgt werden.

Somit gehören auch regelmäßige Nachuntersuchungen und Nachsorgebehandlungen zur Eigenverantwortung des Patienten, um eine evtl. Neuerkrankungen im Beginn zu erfassen und zu behandeln.


T

Teilprothese

Die Teilprothese ersetzt, wie der Name schon sagt, nur einen Teil des natürlichen Gebisses und ist über verschiedene Möglichkeiten mit dem Restgebiss verankert.


V

Veneer

Unter einem Veneer versteht man eine aus Keramik hergestellte "Schale", die auf die Zahnoberfläche aufgeklebt wird. Somit können leichte Zahnfehlstellungen, Zahnlücken, unbefriedigende Zahnfarben und lokale Verfärbungen korrigiert werden.

Vollprothese

Sie ersetzt das natürliche Gebiss völlig und gehört zum herausnehmbaren Zahnersatz. Sie hält allein durch Saugkraft und Stabilisation der Wangen- und Zungenmuskulatur.

SPRECHZEITEN

Montag 12.00 – 18.00 Uhr
Dienstag 09.00 – 13.00 Uhr
Mittwoch 12.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag 09.00 – 13.00 Uhr
Freitag Termine nach Vereinbarung

und nach Vereinbarung

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